Private Equity Investoren sind in der Regel zwischen 3 und 10 Jahre investiert und haben beim Einstieg bereits den Exit im Blick. Der Fokus der Beteiligungsgesellschaften liegt nicht auf der Ausschüttung von Gewinnen sondern auf der Wertsteigerung des investierten Kapitals (Faktor >3 bis zum Exit). Für jeden Unternehmer stellt der Einstieg einer Private Equity Gesellschaft einen einschneidenden Schritt dar – von der freien Selbstbestimmung hin zu einem Anteilseigner, der hohe Anforderungen an das Management und die Unternehmensentwicklung hat. Nachfolgend haben wir die Vor- und Nachteile beim Anteilsverkauf an eine Beteiligungsgesellschaft gegenübergestellt:

 

Vorteile von Private Equity

  • Imagegewinn
  • Stärkung der Eigenkapitalbasis und Verbessung der Bilanzstruktur
  • Positiver Einfluss auf die Unternehmensstrategie
  • Gesprächspartner mit umfangreicher Managementerfahrung
  • Stärkung der Verhandlungsposition bei Kunden und Lieferanten
  • Unterstützung bei der Rekrutierung von Führungskräften
  • Zugang zu Kapitalgebern und Erfahrung bei der finanziellen Beratung bei weiteren Finanzierungen (Private Equity, Banken, Mezzanine Kapitalgeber)
  • Umfassendes internationales Netzwerk sowie innerhalb der Branche öffnet vielfältige Geschäftskontakte
  • Quelle für Ideen
  • Zu Beginn der Beteiligung keine Zins- und Tilgungsleistungen

 

Nachteile von Private Equity

  • Mitspracherecht der Private Equity Gesellschaft birgt Konfliktpotenzial
  • Hoher Anteil von Fremdkapital (Leverage Effekt) birgt die Gefahr einer Insolvenz bei Gewinneinbrüchen, da Zins- und Tilgungszahlungen nicht mehr möglich sind
  • Exit ist vorhersehbar und das Unternehmen wird (nur) auf den Exit optimiert. Das erreichen vorgegebener Meilensteine führt beim Management zu einem sehr hohen Leistungsdruck
  • Ein weiterer Eigentümerwechsel in kurzer Zeitspanne kann einen negativen Einfluss auf das operative Geschäft haben
  • Finanzinvestoren haben sehr hohe Anforderungen an das Rechnungswesen und dessen Transparenz. Das hat Vorteile birgt aber auch den Nachteil, dass viel Zeit und Geld in die Verbesserung des Rechnungswesens und das Reporting fliesst

 

Ist mein Unternehmen für Private Equity geeignet?

Als Unternehmer stellt man sich bei einem möglichen Exit die Frage, ob man neben Strategen auch mit Private Equity Gesellschaften als potenzielle Käufergruppe sprechen soll. Grundsätzlich gibt es für jede Phase in der sich ein Unternehmen befindet (Sanierungsfall, starkes Wachstum, hohe Renditen, etc.) eine ganze Reihe möglicher Private Equity Investoren, die sich in der Regel auf einen Fall fokussiert haben. Das gleiche gilt für die Höhe der Beteiligung. Von der Minderheitsbeteiligung über die Mehrheitsbeteiligung bis hin zur kompletten Übernahme gibt es eine Vielzahl an Beteiligungsgesellschaften. Ein erfahrender Corporate Finance Berater kennt alle relevanten Private Equity Gesellschaften, die für die jeweilige Situation infrage kommen.